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PRESSESTIMME  - HIER SIND SIE RICHTIG - eine Komödie von Marc Camoletti
                                                                       (bearbeitet von Sylvia Sadlon-Richter und Gabriele Schmidt)

 

 

Lokalanzeiger 10.02.2012 - Ein "richtig" toller Erfolg
Wenn  spezielle Männerwünsche auf die falschen Damen treffen

EBERSTADT (rh). Verrückt, was der sogenannte „Aküfi “ – sprich: Abkürzfimmel – so alles durcheinander bringen kann. Dass die drei Buchstaben „V.s.F“ in einer Zeitungsannonce für Verwirrung sorgen können, zeigte die Frankenstein-Bühne in einer herrlich-komischen Verwechslungs- komödie im Eberstädter Ernst-Ludwig-Saal. Die drei zunächst bedeutungslos erscheinenden Buchstaben entpuppten sich im Laufe des Stückes „Hier sind Sie richtig!“ zu einer derart turbulenten und amüsanten Umtriebigkeit, dass die Zuschauer ihre liebe Mühe hatten, die rasanten Szenen einzuordnen. Während Yvonne Raftopolou, die in einer Doppelrolle als „tanzender Spargel“ Nora Schuster sowie als Malerin Mareike Steinke glänzte, und herrlich naiv einen „Spartacus“ – Vorbedingung schöne Füße – als Aktmodell sucht, bemüht sich der ehemalige Broadway-Star Cora von Lichtenberg (Sylvia Sadlon- Richter), die mit ihrer Hausdame Pauline (Karla Bachmann) aufs Land ziehen möchte, um neue Mieter – Vorbedingung solide Familie.

Pauline ihrerseits denkt aber ans Heiraten und sucht ebenfalls per Annonce als „Erf. weibl. Ersch.“ einen geeigneten Partner. Die Aküfi-Verwirrung komplettiert Pianistin Larissa Forte, die – Vorbedingung sicherste Fingerfertigkeit vorausgesetzt –, Klavierschüler sucht. Und während bei Larissa alias Nadine Zielke stets die Theorie den Vorrang hat, geht „Spartacus“ Arnold Schwarzenbecker, witzig dargestellt von Walter Wesch, mit nacktem Bauchmuskelspiel athletisch zur Sache – wären da nicht seine lästigen Krämpfe. Auch alle anderen Herren – ausgenommen der verliebte Postbote Heinz Brühmann (Wilfried Schwinn) – kommen zwar ordentlich angezogen auf, dafür aber nur noch spärlich bedeckt von der Bühne. Egal, ob Amadeus Zart (Hans- Jürgen Schwarz), der als Muttersöhnchen eigentlich nie widerspricht, Winfried Hess als bügelfaltenerfahrener Wohnungssuchender Justus Freudenstein, oder Heiratskandidat Clemens Bräuer alias Arno Ritter, der keinen Kräuterlikör verträgt, alle lassen sie – ganz zur Freude des amüsiert mitgehenden Publikums - mehr oder weniger die Hosen herunter. Gute zwei Stunden Kurzweil mit hohem Spaßfaktor bekamen die Glücklichen geboten, die eine der Karten für die sechs jeweils ausverkauften Spieltage ergattern konnten.
Gabriele Schmidt, eine aus der 13-köpfigen Schauspieltruppe, führte gekonnt die Regie und bearbeitete die Komödie zusammen mit Sylvia Sadlon-Richter. Beide schrieben für Schauspielkollegin Helga Schindewolf, die gerade ihr erstes Kind zur Welt brachte, sogar noch eine Zusatzrolle als wohnungssuchende Fotografin in das Stück. Von der professionellen Schauspielleistung Aller zeugte auch, dass die aufmerksame Souffleuse Doris Schwarz nur äußerst selten einmal „reinreden“ musste.